Der Mensch ist schon immer gegangen, nur eben nicht so wie heute und schon gar nicht aus den gleichen Beweggründen. Was jedoch schon lange Tradition hat, ist, dass Menschen Hilfsmittel in unwegsamen Gelände benutzen, die beim Gehen unterstützen und zusätzlichen Halt geben sollen.Wanderer und Wanderstöcke

Das Wandern

Früher musste der Mensch gehen, um sein Ziel zu erreichen. Oft legte er beachtliche Strecken zurück, um seinen Geschäften nachzukommen oder um Lebensmittel zu besorgen. Dabei spielte der bewusste Kontakt zur Natur bzw. der Gesundheitsfaktor der Bewegung wenig Rolle. Die Notwendigkeit trieb sie voran.

Im Laufe der Entwicklung entdeckte der Mensch die Schönheit der Natur, der Berge und Wiesen neu, die Notwendigkeit diese zu Durchqueren sank jedoch mit der flächendeckenden Verbreitung des Autos, Straßenbahnen, Bussen usw.
Jetzt begannen Menschen den Kontakt und die Bewegung in der Natur bewusst zu suchen und spürten dabei die Kraft und Wohltat einer Wanderung.

Das alles entwickelte sich im Laufe der Jahre soweit, dass es mittlerweile ganze Wandergruppen gibt, die regelmäßig den Weg in die Natur suchen. Tourismusangebote für Wanderbegeisterte boomen geradezu: ganze Trekkingtouren und unzählige Outdooraktivitäten werden nahezu überall angeboten.
Auch die Ausstattung durchlief einen beachtlichen Wandel.

Der Anfang – Wanderstock

Früher wurde, im Gegensatz zum heutigen Gebrauch, lediglich ein gut geformter Ast als Wanderstock verwendet, um Menschen in Bergen oder auf rutschigem Untergrund zu begleiten. Die weitere Entwicklung war, den Stock mit einer Metallspitze zu versehen und ihn durch Schnitzereien oder besondere Griffe zu verschönern.

Mitte der 1970er Jahre kamen die ersten Teleskopstöcke für Bergsteiger auf dem Mark und verdrängten in den 1990er bald die ursprünglichen Holzstöcke. Die Teleskopstöcke waren aus Metall gefertigt und ließen sich in der Länge verstellen. Von da an wurden Trekkingstöcke auch paarweise verwendet.

Entwicklung von Wanderstöcken

Wanderstöcke wurden seither immer weiter an die Bedürfnisse von Bergwanderern angepasst. Gepolsterte Griffe und eine Handschlaufe geben angenehmen Halt und liegen gut in der Hand. Anti-Shock-Systeme dämpfen jeden Schritt und schonen so zusätzlich Knie- und Hüftgelenke. Aluminium oder Carbon sind die Materialien der Wahl, wenn es um Trekkingstöcke geht.

Hauptaugenmerk wurde und wird in der Entwicklung von Wanderstöcken auf die Sicherheit und den Komfort gelegt. So betrafen die Innovationen vor allem das Rohr, die Griffe sowie Funktion der Längenverstellung.

Hochwertige und beliebte Wanderstöcke halten vor allem großen Belastungen stand, liegen gut in der Hand und lassen sich zusammenschieben, um sie im Rucksack verstauen zu können, wenn man sie gerade nicht braucht.

Der Grundgedanke, der Natur näher zu kommen und sich mit ihr zu verbinden ist jedoch auch heute noch immer der gleiche.

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